Sushi selber machen für Anfänger

Sushi selber machen ist eigentlich gar nicht so schwer! Man braucht etwas Fingerspitzengefühl, Geduld und man muss wissen, wie man den Sushi Reis richtig zubereitet. Das ist eigentlich das Wichtigste! Also fangen wir zunächst mit der Grundlage an:

Welcher Reis für Sushi?

Für Sushi verwendet man ausschließlich japanischen Rundkornreis der Sorte „japonica“. Diese klebrige Reissorte ist perfekt zur Herstellung von Sushi jeglicher Art und ist unter der Bezeichnung „Sushi Reis“ in asiatischen Lebensmittelläden erhältlich. Der Sushi Reis bildet also die Grundlage für leckere Maki, Nigiri und California Rolls, bei der Zubereitung gibt es allerdings einiges zu beachten.

Sushi Reis richtig kochen

Zunächst wiegen wir 500 Gramm Sushi Reis ab und waschen ihn mit kaltem (!) Wasser ab. Diesen Vorgang wiederholen wir etwa 5-7 Mal. Dieser Vorgang ist wichtig, damit die überflüssige Stärke loszuwerden, die an der Außenhülle der Reiskörner klebt.

Wenn das Wasser in der Schüssel nicht mehr trüb, sondern klar ist, sieben wir den Reis ab und geben ihn in einen ausreichend großen Topf und gießen 600 ml Wasser dazu. Sushi Reis kocht man im Verhältnis 1 : 1,2. Also auf 100 Gramm Sushi Reis kommen 120 ml Wasser.

Bevor wir den Sushi Reis kochen, lassen wir ihn aber zunächst 30 Minuten in dem Topf quellen. Dann bringen wir den Reis zum Kochen und drehen dann die Temperatur auf ein Minimum und garen den Sushi Reis zu Ende. Nach ziemlich genau 13-15 Minuten sollte der Reis die gesamte Flüssigkeit in sich aufgesogen haben und gar sein. Achtung: Der Topfdeckel sollte nicht ganz geschlossen sein und gelegentliches Umrühren nicht vergessen!

Den Sushi Reis würzen

Nun heben wir den Sushi Reis vorsichtig aus dem Topf und geben ihn in eine zuvor gut gewässerte Holzschüssel und würzen ihn mit Reisessig, Zucker und Salz. Das Würzen des Reises hebt nicht nur den Geschmack, sondern verstärkt auch die Klebeeigenschaft der Reiskörner. Die optimale Würzmischung für 500 g (ungekochten) Sushi Reis ist folgende:

  • 100 ml Reisessig
  • 2 EL Zucker
  • 2 TL Salz

Die Würzmischung stellen wir her, indem wir den Reisessig (gibt es ebenfalls im Asiatischen Lebensmittelgeschäft) erwärmen, Zucker und Salz dazu geben und mit dem Schneebesen verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nun träufeln wir die Würzmischung üben den Reis und heben sie vorsichtig unter. Am besten macht man das mit einem Holzlöffel, indem man horizontal einsticht und den Reis vorsichtig wendet.

Beim säuern/würzen des Reises sollte man sehr vorsichtig sein und darauf achten, dass man die Reiskörner nicht quetscht. Vorteilhaft ist es zudem, wenn der Reis dabei schnell abkühlt.

Das erreicht man, indem man beim Wenden mit einem Fächer zusätzlich Luft zuführt. Damit der Sushi Reis nicht austrocknet und länger verarbeitet werden kann, bedecken wir die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch. Wenn der Reis fertig ist, können wir endlich unser Sushi selber machen

Maki Sushi selber machen

Mit feuchten Fingern lässt sich Sushi besser verarbeiten! Damit der Reis nicht an den Fingern klebt, legt man sich am besten eine kleine Schale mit Wasser und Reisessig zurecht und taucht immer mal wieder die Finger ein. Für Maki Sushi verwendet man als Anfänger am besten einen Sushi Maker (gibt`s bei Amazon. Hier der Link).

Wir legen ein Algenblatt (Nori) mit der rauen Seite nach oben und füllen den Roller mit der entsprechenden Menge an Sushi Reis. Nun streichen wir mit dem Finger etwas Wasabi-Paste darauf und verteilen den gewünschten und in Streifen geschnittenen Belag nach Wahl entlang der Rolle.

Typische Zutaten für Maki Sushi sind: Lachs, Thunfisch, Avocado, entkernte Gurke, Frühlingszwiebeln, Mayonnaise und Wasabi-Paste. Allerdings sind euch bei der Wahl de Füllung keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was schmeckt und was reinpasst:-)

Nach dem der Sushi Maker befüllt ist, klappen wir ihn zu und drehen an der Rolle und das Maki wird automatisch zurechtgewickelt. Die Maki Rolle wird entnommen und mit einer scharfen und befeuchteten Messerklinge in gleich große Röllchen geschnitten.

Nigiri Sushi selber machen

Nigiri Sushi ist am einfachsten zu machen. Dazu füllen wir die entsprechende Menge Reis in Förmchen, pressen den Reis mit dem Deckel fest und drücken die rechteckigen Reisteilchen vorsichtig heraus. Nun legen wir z.B. etwas frischen Thunfisch, Lachs oder Garnele darauf und umwickeln es mittig mit einem ca. 1cm breiten Algenblatt.

California Rolls mit der Bambusmatte

California Rolls (auch Inside-Out-Sushi genannt) selber machen ist schon etwas schwieriger als Maki oder Nigiri Sishi. Doch kein Problem, mit etwas Fingerspitzengefühl und vor allem Übung gelingen die leckeren Sushi-Röllchen immer besser. Also nicht entmutigen lassen, wenn`s beim ersten Mal nicht gleich so gut klappt wie gewünscht.

Dazu befeuchten wir eine Bambusmatte mit Wasser und teilen ein Algenblatt in der Mitte durch. Nun verteilen wir gleichmäßig den Sushi Reis auf der Bambusmatte. Die Fläche sollte ca. 2 cm breiter als das Algenblatt sein, welches wir mittig mit der rauen Seite zum Reis auflegen.

Wir verteilen die gewünschte Füllung auf dem Algenblatt und rollen die Bambusmatte nun vorsichtig unter leichtem Druck auf. Die Reisrolle wird nun in Sesam gewälzt und vorsichtig mit einer scharfen und feuchten Messerklinge in gleichmäßige Röllchen geschnitten.

Rezeptvideo: Sushi selber machen auf YouTube

Ich habe zu dem Rezept auch ein Video gemacht, dass ihr euch gerne auf YouTube anschauen könnt.