Mazedonisches original Ajvar Rezept

Ajvar ist ein überaus köstlicher Gemüsekaviar und fester Bestandteil der Balkanküche. Ajvar reicht man beispielsweise traditionell zu diversen Grillgerichten wie Cevapcici oder man verwendet es als Zutat zum Kochen.

Leckeren Djuvec Reis ohne Ajvar zubereiten wäre undenkbar und regelrecht ein Frevel am Gericht. Ajvar schmeckt aber auch als veganer Aufstrich mit Brot sehr gut.

Ajvar selber machen ist nicht schwer!

Doch Ajvar ist nicht gleich Ajvar! Besonders bei den im Handel erhältlichen Sorten gibt es wirklich gewaltige Qualitäts- und Geschmacksunterschiede. Definitiv am besten schmeckt hausgemachter Ajvar. Mazedonischer Ajvar gilt als der beste Ajvar der ganzen Balkanregion.

Ajvar selber machen ist zwar ein zeitintensiver und aufwendiger Prozess, allerdings ist das Rezept auch nicht so schwer. Die Arbeit lohnt sich aber definitiv, wenn man das leckere Paprikamus exakt nach dem mazedonischen original Ajvar Rezept zubereitet, wie es hier beschrieben ist.

Welche Paprika für Ajvar?

Da Paprikaschoten der Hauptbestandteil von Ajvar sind, versteht es sich von selbst das die Auswahl guter Paprika ganz essenziell für das Gelingen und den späteren Geschmack des Ajvars sind. Theoretisch kann man für Ajvar jede Art von roter Paprika verwenden. Wichtig ist lediglich, dass sie Frucht voll ausgereift ist und keine Druckstellen aufweist.

Für das mazedonische original Ajvar Rezept verwenden wir jedoch keine x-beliebige Paprika, sondern eine spezielle Paprikasorte namens „kurtovska kapija“, auch „ajvarska“ oder „ajvarka“ genannt. Hierbei handelt es sich um eine relativ große, flache und dickfleischige Paprikasorte, die zu den alten Sorten gezählt wird und die sich durch ein besonders intensives Aroma auszeichnet.

Die Zutaten für das original Ajvar Rezept

Ajvar wird auf dem Balkan traditionell zur Erntezeit von Paprika zubereitet, also etwa vom Spätsommer bis in den frühen Herbst hinein. Damit sich der Aufwand auch lohnt, bereitet man in der Regel gleich eine größere Menge an Ajvar zu. In Gläser abgefüllt und eingekocht ist der Ajvar kühl und dunkel gelagert auch Zusatz von künstlichen Konservierungsstoffe ohne Probleme das ganze Jahr über haltbar.

  • 5 kg rote Paprika
  • 1 kg Auberginen
  • 500 ml Sonnenblumenöl
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 EL Zucker
  • 3 EL Salz
  • Schwarzer Pfeffer in Körnern oder frisch gemörsert
  • 100 ml Essig
Anmerkung!

Aus 5 Kilo Paprika und 1 Kilo Auberginen erhält man etwa 3 Kilo Ajvar. Da der Ajvar nach der Zubereitung direkt in heiße Gläser gefüllt und eingekocht wird, sollte man vorab für ausreichend Einmachgläser sorgen.

Ajvar kann wahlweise mit aber auch ohne Auberginen zubereitet werden. Auberginen heben den Geschmack, doch wer sie nicht mag kann sie auch weglassen und die Menge an Paprika dafür erhöhen.

Wer seinen Ajvar lieber pikant mag, grillt noch ein paar frische Peperoni oder Chilischoten dazu. Eine Zugabe von künstlichen Konservierungsstoffen ist nicht notwendig.

Original Ajvar Rezept: Schritt für Schritt Anleitung

  • Die Paprika gründlich waschen und mit einem Küchentuch gut abtrocknen.
  • Die Auberginen halbieren und die Enden abschneiden. Etwa eine Stunde mit der Schnittseite nach unten in ein Salzbett legen, damit sie Wasser und Bitterstoffe verlieren.
  • Die Paprika auf Holzkohle grillen, bis sie rundherum schwarz sind und die heißen Paprika gleich nach dem grillen in eine Plastiktüte tun und einwickeln. Durch den Dampf lässt sich die Haut der Paprika viel besser lösen.
  • Die Auberginen von beiden Seiten grillen, bis das Fruchtfleisch dunkel ist.
  • Die Paprika häuten sowie Strunk, Kerne und Plazenta entfernen und das reine Paprikafleisch in eine ausreichend große Schüssel tun. Tipp: Schale mit Wasser bereitstellen und zwischendurch immer mal die Finger waschen, was das häuten der Paprika erleichtert.
  • Auberginen vom Grill nehmen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch herausschaben und zu der Paprika in die Schüssel tun.
  • Etwas von den 500 ml Öl dazugeben und mit einem Pürierstab gut durchpürieren. Je feiner die Konsistenz ist, desto besser wird auch der Ajvar.
  • Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und das pürierte Gemüse eingießen und unter ständigem Rühren etwa 5 Minuten einköcheln lassen. Dieser Vorgang nennt sich „upržiti„, was wortwörtlich übersetzt so viel wie „einbraten“ heißt.
  • Die vier fein gehackten Knoblauchzehen und den gemörserten Pfeffer hinzufügen
  • Temperatur auf minimale Hitze reduzieren und den Ajvar bei gelegentlichem Umrühren etwa eine halbe Stunde köcheln lassen.
  • Wenn die Konsistenz nach einer halben Stunde eingedickt ist und der Ajvar anfängt aufzuploppen, ist ständiges Rühren wichtig, da der Ajvar ansonsten schnell anbrennt.
  • Nach einer weiteren halben Stunde Zucker, Salz und Essig dazugeben und weiter rühren.
  • Nach insgesamt 1,5 Stunden dürfte der Ajvar die gewünschte Konsistenz aufweisen. Der Ajvar ist fertig, wenn er schwer und zähflüssig vom Löffel fällt und nicht herunterfließt.
  • Am besten füllt man den heißen Ajvar bis zum Rand voll in ausgekochte Gläser mit Schraubverschluss und stellt die verschlossenen Gläser nach dem Befüllen für 5 Minuten kopfüber auf.
  • Die Gläser am besten an einem kühlen und dunklen Ort wie dem Keller aufbewahren.

Ajvar schmeckt mir persönlich als Brotaufstrich mit leckerem Weißbrot, Butter und frischen Zwiebeln am besten! Guten Appetit 🙂

Rezeptvideo: Original Ajvar Rezept auf YouTube

Ich habe zu dem Rezept auch ein Video gemacht, dass ihr euch gerne auf YouTube anschauen könnt.