Elsässer Flammkuchen: Das Originalrezept

Meine Liebe zum Elsässer Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln entdeckte ich bereits mit Anfang 20, als ich als Kellner in einem Frankfurter Restaurant arbeitete, welches damals Spezialitäten aus dem Elsass anbot.

Zugegebenermaßen wusste ich damals gar nicht was das ist. Auf den ersten Blick sah der auf einem Holzbrett servierte Flammkuchen nämlich so aus wie eine Art Pizza. Nur eben mit viel dünnerem Teig und einem cremigen Topping, anstatt einer Tomatensoße.

Mein erster „Elsässer Flammkuchen“ schmeckte zwar superlecker und ich war mit dem ersten Biss – im Wahrsten Sinne des Wortes – auch gleich „Feuer & Flamme“ dafür. Der Flammkuchen war lecker, keine Frage. Doch was ich damals noch nicht wusste war die Tatsache, dass ich mich für „Fälschungen“ begeisterte.

Das echte Elsässer Flammkuchen Originalrezept lernte ich erst sehr viel später kennen. Hauchdünner Teig, mit Sauerrahm bestrichen und Speck und Zwiebeln belegt und – ganz wichtig – im Holzbackofen gebacken hat ein enormes Suchtpotential und schmeckt um Welten besser als jede Pizza!

Elsässer Flammkuchen nach Originalrezept

Flammkuchen kann man zwar auf vielerlei Arten zubereiten und belegen und er schmeckt eigentlich immer. Am besten schmeckt er jedoch, wenn man ihn traditionell nach dem Originalrezept zubereitet.

Original bedeutet, dass der Teig sehr dünn ausgerollt wird (ca. 3 mm), die Creme aus Creme Fraiche oder Saurer Sahne besteht (ich verwende übrigens gerne einen Mix aus beidem) und dass der Elsässer Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln neben den beiden Zutaten als Belag höchstens noch etwas Schnittlauch enthält. Käse hat auf einem echten Flammkuchen absolut nichts verloren und ist tabu!

Die Zutaten

Zutaten für ca. 2 – 3 Flammkuchen

Für den Teig:

  • 300 Gramm Mehl
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 20 g Frischhefe
  • 4 EL Olivenöl

Für das Topping:

  • 200 – 300 Gramm geräucherten Speck. Wer mag, kann auch dünne Baconscheiben verwenden, die werden umso crosser.
  • 250 ml Creme Fraiche
  • 150 ml Saure Sahne
  • 2-3 Zwiebeln
  • etwas Schnittlauch
  • etwas Salz (nicht vergessen, der Speck ist schon salzig genug!)
  • Pfeffer
  • etwas Muskatnuss

Der beste Flammkuchenteig

Zuerst stellt man aus den Zutaten für den Teig einen Hefeteig her. Der Teig für Elsässer Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln kann wahlweise mit aber auch ohne Hefe hergestellt werden, jeder wie er mag.

Mir gefällt die Variante mit Hefe besser, zumal sich der Teig auch besser ausrollen / bearbeiten lässt. Der Teig wird gut verknetet und muss dann ca. 45 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen, bis er schön aufgegangen ist.

Wenn sich das Volumen beträchtlich vergrößert hat, bemehlt man am besten das Backpapier (Backpapier verhindert, dass der Flammkuchenteig beim Übersetzen auf die Backform / das Backblech reisst), teilt die Teigmasse in 2 – 3 Teile und formt jeweils gleichgroße Bällchen daraus.

Diese werden bemehlt und mit einem Teigroller dünn ausgerollt. Der Flammkuchenteig hat nur eine sehr kurze Backzeit und sollte so dünn wie möglich ausgerollt werden. Ideal ist eine Teigdicke von etwa 3 Millimeter.

Das Topping

Als Creme kann man Creme Fraiche, Saure Sahne oder auch Schmand verwenden. Mir persönlich schmeckt Elsässer Flammkuchen mit einem Mix aus Creme Fraiche und Saurer Sahne am besten.

Die Creme Fraiche ist schön cremig und die Saure Sahne gibt ein leicht säuerliches Aroma ab. Beides harmoniert hervorragend miteinander und bringt einen ganz besonders guten Geschmack hervor!

Die fertigen Teiglinge werden nun bis zum Rand mit der Creme bestrichen und mit fein geschnittenem Speck oder Speckwürfeln sowie dünnen Zwiebelscheiben belegt. Wie viel, ist Geschmackssache.

Abschließend wird der Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln noch mit geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer gewürzt und im vorgeheizten Backofen bei Maximaltemparatur + Umluft ca. 10 – 15 Minuten gebacken, bis der Rand schön kross und braun ist.

Rezeptvideo: Elsässer Flammkuchen original Rezept auf YouTube

Ich habe zu dem Rezept auch ein Video gemacht, dass ihr euch gerne auf YouTube anschauen könnt.

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