Das original Sarma Rezept

In diesem Beitrag möchte ich euch gerne das original Sarma Rezept vorstellen und zwar so, wie man es auch traditionell auf dem Balkan zubereitet.

Sarma ist ein überaus beliebtes Nationalgericht und wie Djuvec Reis, Cevapcici oder Serbische Bohnensuppe ein absoluter Klassiker der Balkanküche.

Was ist Sarma?

Für diejenigen die Sarma nicht kennen: Hierbei handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als Gefüllte Krautwickel.

Nur mit dem Unterschied, dass für das Sarma Rezept Blätter von eingelegtem Weißkohl und für Krautwickel frische Kohlblätter verwendet und zuvor und blanchiert werden.

Außerdem unterscheiden sich die beiden Gerichte auch durch die Verwendung unterschiedlicher Gewürze & Zutaten.

Wo kann man eingelegten Kohlköpfe für das Sarma Rezept kaufen?

Traditionell richtet man sich auf dem Balkan bei der Zubereitung vieler Gerichte nach dem Erntekalender.

Im Sommer, wenn es schön ausgereifte Paprika gibt, isst man gerne Gefüllte Paprika. Sarma hingegen ist ein typisches Herbstgericht.

Man braucht für die Zubereitung des Gerichtes einen ganzen eingelegten Kohlkopf am Stück bzw. die Sauerkrautblätter davon.

Sarma Blätter kaufen kann man in Deutschland leider nicht einfach so im Supermarkt, zumal das Sauerkraut auch nur vakuumiert und in ganzen Köpfen erhältlich ist.

Der eingelegte Weißkohl für Sarma nennt sich „kiseli kupus“ und ist als Importware meistens ab Herbst und über den Winter hin jedem gut sortierten türkischen oder jugoslawischen Supermarkt erhältlich oder manchmal auch in den Feinkostabteilungen gut sortierter Lebensmittelmärkte.

Sarma nach Originalrezept zubereiten

Wie die meisten Balkangerichte ist auch das Sarma Rezept ursprünglich ein osmanisches bzw. türkisches Gericht. Gefüllte Krautwickel werden auf dem Balkan schon seit Jahrhunderten und Generationen nach dem Originalrezept zubereitet. Dieses schmeckt auch klasse, allerdings habe ich es noch etwas verfeinert. Was genau, das verrate ich euch natürlich auch,

Zutaten für das Sarma Rezept

  • 1 kg Hackfleisch halb und halb
  • 1 eingelegten Kohlkopf mittlerer Größe (kiseli kupus)
  • 100 g Speckwürfel
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • 100 g Reis
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1 EL Paprika-/ oder Tomatenmark
  • etwas Weißweinessig
  • Salz & Pfeffer
  • 1 EL Vegeta
  • 1/2 Bund Petersilie
  • etwas Lorbeerblatt

Die Sarma zubereiten

Speck und Zwiebeln in Würfel schneiden und in der Pfanne anbraten. Nun die Hitze auf Minimum stellen und das Paprikamark sowie das Paprikapulver dazugeben, kurz anrösten und sofort mit etwas Weißweinessig ablöschen, damit das Paprikapulver nicht verbrennt.

Nun geben wir die Masse mit dem Ei, dem ungekochten Reis, der Vegeta und der gehackten Petersilie zu dem Hackfleisch dazu und kneten mit den Händen alles gut durch, bis wir eine homogene Masse haben und salzen & pfeffern das Ganze noch zum Schluss.

Laut Originalrezept gehört es zwar nicht in die Sarma hinein, doch ich gebe immer noch gerne jeweils einen Teelöffel Kümmel und Fenchensamen mit dazu, da ich finde dass das sehr gut zur Sarma passt und das Gericht total verfeinert, doch das ist natürlich Geschmackssache.

Nun widmen wir uns dem Kohlkopf zu. Zuerst schälen wir die Sauerkrautblätter von außen nach innen ab. Damit sich die Sarma besser wickeln lässt, schneiden wir mit einem scharfen Messer vorsichtig den mittleren Strunk von den Sauerkrautblättern ab und zwar so, dass wir das Blatt nicht beschädigen.

Manche waschen die Sauerkrautblätter noch vorher ab, da ihnen der Sauerkrautgeschmack zu intensiv ist. Ich belasse alles so wie es ist, da ich Sarma eben wegen (!) diesem intensiven Aroma so mag. Jeder wie er mag.

Nun geben wir etwa eine kleine Hand voll Hackfleischmasse auf ein Sauerkrautblatt und lassen zu den Rändern hin etwa 3 cm Platz und rollen die Sarma zusammen und drücken mitd en Fingern die Enden hinein, damit die Fleischmasse beim Kochen nicht hinausläuft.

Die Sarma kochen

Die Reste vom eingelegten Kohlkopf schneiden wir mit dem Messer klein und tun diese zuerst in einen ausreichend großen Topf. Wer möchte kann auch noch etwas geräucherte Rippchen oder Speck dazugeben, ist aber kein Muss. Nun legen wir die gerollten Krautwickel hinein und geben das Lorbeetblatt dazu und decken alles mit einem großen Teller ab.

Zum Schluss füllen wir so viel Wasser auf, dass es etwa zwei Finger breit über dem Teller steht. Die Sarma kochen wir bei mittlerer Hitze etwa 1,5 Stunden lang. Wie alle Topfgerichte schmeckt die Sarma am Folgetag noch besser. Wenn man zu viel gekocht hat ist das auch kein Problem, da sich Sarma auch wunderbar einfrieren und wieder aufwärmen lässt. Guten Appetit!

Rezeptvideo: Das original Sarma Rezept auf YouTube

Ich habe zu dem Rezept auch ein Video gemacht, dass ihr euch gerne auf YouTube anschauen könnt.