Das Balkan Burger XXL Rezept

Der Balkan Burger XXL – so habe ich ihn getauft – ist ohne Übertreibung der beste Burger den ich je gegessen habe! Und als wahrer Burger-Junkie habe ich wirklich viele gegessen, das könnt ihr mir glauben.

Doch mit den Jahren sind bei mir entweder die Ansprüche gestiegen oder die Qualität der Burger ist gesunken? Wahrscheinlich ist beides der Fall. Irgendwann habe ich mich in einer ruhigen Minute hingesetzt und mir die Frage gestellt …

… was macht einen richtig guten Burger aus?

Ohne gutes Fleisch kann man keinen guten Burger machen! Doch in Zeiten, wo in der Gastronomie alle nur an Gewinnmaximierung und Einsparmöglichkeiten denken, kann man wohl kaum noch gutes Frischfleisch im Burger erwarten.

Egal, die Leute essen`s trotzdem. Wenn die Fast-Food-Industrie die Qualität peu à peu senkt (und die Preise anhebt), merkt es schon keiner, denn Geschmack kann man sich mit der Zeit tatsächlich abtrainieren.

In einen guten Burger gehört also definitiv gutes Rindfleisch hinein! Idealerweise sind die Patties frei von irgendwelchen Zusatzstoffen, sondern nur mit Salz & Pfeffer gewürzt und überdies noch auf Holzkohle gegrillt und nicht etwa in der Pfanne gebraten.

Das Fleisch sollte schön saftig sein und mit allen anderen Zutaten gut harmonieren. Kurzum: Der Burger sollte einfach nur gut schmecken und satt machen! Eigentlich sind das doch keine unerfüllbaren Ansprüche – oder doch?

Wir bauen einen Balkan Burger 🙂

Als Kroate esse ich nicht nur gerne Burger, sondern natürlich auch Cevapcici. Irgendwann kam mir die Idee, eine Symbiose aus Burger und Cevapcici und dem, was wir auf dem Balkan noch so gerne essen, zu kreieren. Das Resultat ist der grandiose Balkan Burger und dieses Rezept möchte ich euch hier liebend gerne vorstellen.

Die Zutaten für einen Balkan Burger XXL

  • 300 g mageres Rinderhack
  • 1 großes Hamburgerbrötchen (Burger Bun)
  • 2 Scheiben Chesterkäse
  • 1 EL Ajvar
  • 1 EL Kajmak (Rahm)
  • etwas gehackte Zwiebeln
  • etwas Sauerkraut oder Apfelpaprika wegen der Säure
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 5 Gramm Salz
  • etwas gemörserten Schwarzen Pfeffer
  • etwas frischen Salbei
  • 1/2 TL Natron

Als erstes bereiten wir das Fleisch zu. Und das machen wir genau so, wie man auch Cevapcici nach dem Originalrezept zubereitet. Meiner Meinung nach sind Cevapcici mit das Beste, was man aus Hackfleisch machen kann. Also kann das für einen Burger ja auch nicht schlecht sein. Ganz im Gegenteil!

Zuerst kochen wir 50 ml Wasser auf und geben die gehackten Knoblauchzehen, den Salbei, Salz und Pfeffer hinein. Nachdem der Sud erkaltet ist, gießen wir ihn zu dem Hackfleisch in eine Schüssel, geben das Natron dazu und kneten die Masse mit den Händen mindestens 5 Minuten lang gut durch.

Nun formen wir ein klassisches Burger Pattie und 3-4 Cevapcici und tun das Ganze auf einen Teller, decken es mit Frischhaltefolie ab und legen es für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank, damit das Fleisch fermentieren und sich die Aromen gut entfalten können.

Am besten schmeckt`s auf Holzkohle!

Cevapcici grillt man am besten auf dem Holzkohlegrill bei mittlerer Hitze für 5-6 Minuten. Wichtig ist hierbei, dass die Cevapcici ständig „in Bewegung“ sein müssen und das man sie oft wendet, damit sie nicht anbrennnen. Damit sie nicht trocken, sondern schön saftig werden, übergießt man sie zwischendurch mit etwas Rinderbrühe.

Nun toasten wir das Hamburgerbrötchen und bestreichen die untere Hälfte mit Ajvar und tun ein paar gehackte Zwiebeln darauf. Dann legen wir das Pattie drauf, dann den Chesterkäse und darüber die Cevapcici. Tipp: Wenn das Fleisch noch schön heiß ist, schmilzt der Käse besser und hält das Fleisch gut zusammen.

Wer mag, kann noch etwas eingelegte Apfelpaprika in Scheiben oder eingelegten Kohl / Sauerkraut dazu machen. Nun bestreichen wir noch das Oberteil des Hamburgerbrötchens mit Kajmak und fertig ist der Balkan Burger! Jetzt reinbeißen und genießen. Ich wette, den Unterschied werdet ihr schmecken 🙂

Rezeptvideo: Balkan Burger XXL Rezept auf YouTube

Ich habe zu dem Rezept auch ein Video gemacht, dass ihr euch gerne auf YouTube anschauen könnt.