Dalmatinische Pasticada: Kroatischer Sauerbraten Rezept

Dalmatinische Pasticada ist ein traditionelles Rindfleischgericht aus der kroatischen Küche. Hierbei wird Fleisch aus der Rinderkeule in einem Sud aus Zwiebeln und Karotten, Pflaumen oder Feigen, Prosecco, Rotwein und Essig eingelegt und über mehrere Stunden geschmort.

Das Gericht wird als dalmatinische Pasticada bezeichnet, weil es seinen Ursprung in Dalmatien hat. In Kroatien ist die Dalmatinische Pasticada ein typisches Festtagsgericht und wird zu Feiertagen, Hochzeiten und Taufen zubereitet. Als Beilage werden dazu Gnocchi, Maccaroni oder Bandnudeln serviert.

Die Zutaten für Dalmatinische Pasticada

Es gibt kein eigentliches Originalrezept für Dalmatinische Pasticada. Die Zubereitungsform ist zwar immer die Gleiche, doch jeder bereitet das Gericht auf seine eigene Art und Weise zu.

Ich verwende beispielsweise anstatt getrockneten Pflaumen lieber Feigen und lasse den Prosecco weg und verwende dafür mehr Rotwein und Essig. Also wer mit den Zutaten gerne etwas experimentieren möchte, das Gericht lädt einen förmlich dazu ein!

Wir brauchen:

  • 2 KG Rinderbraten aus der Keule
  • 1 Liter Rotwein
  • 100 ml Prosecco
  • 50 Weinessig
  • 1 kleine Knolle Sellerie oder 5 Selleriestangen
  • 5 getrocknete Feigen oder Pflaumen
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 5 Karotten
  • 200 Speck
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 frischer Rosmarinzweig
  • Lorbeerblatt
  • 5 Gewürznelken
  • Senf
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 EL Vegeta
  • 1 TL Paprikapulver
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Stück Würfelzucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Olivenöl

Dalmatinische Pasticada zubereiten

Als erstes machen wir mit einem scharfen Messer 3 bis 5 tiefe und längliche Einstiche in den Braten und füllen diese jeweils mit halbierten Karotten- und Selleriestangen. Beim Füllen ist es hilfreich, das Messer nach dem Einstich etwas anzuheben, damit sich die Gemüsestangen leichter reinschieben lassen.

Nachdem wir den Braten länglich gefüllt haben, stechen wir obenrum und seitlich weitere Löcher hinein, die wir mit Knoblauchstreifen und Speck füllen. Nun wird der Braten rundherum gesalzen & gepfeffert und großzügig mit Senf eingepinselt.

Die Marinade

Wir schneiden das restliche Gemüse und Trockenobst in mundgerechte Stücke klein und geben alles mit dem Braten in einen ausreichend großen Topf und gießen 1 Liter Rotwein, 100 ml Prosecco sowie 50 ml Weinessig dazu. Sollte der Topf nicht randvoll sein, gießen wir noch Wasser auf.

Dann geben wir noch einen frischen Rosmarinzweig, die Gewürznelken und etwas Lorbeerblatt dazu und stellen die Marinade für 24 Stunden kühl. Danach entnehmen wir das Fleisch, tupfen es trocken und braten es rundherum scharf an, damit sich die Poren schließen.

Danach sieben wir die Flüssigkeit ab und stellen sie beiseite. Das Gemüse wird in einem Topf mit etwas Olivenöl angebraten und gewürzt. Danach geben wir den Sud dazu und köcheln das Ganze etwa 25 Minuten auf niedriger Hitze, bis das Gemüse weich geworden ist.

Nun entnehmen wir das Lorbeerblatt und den Rosmarin und pürieren das Gemüse zu einem dickflüssigen Brei. Nun geben wir den Braten mit dem pürierten Gemüsebrei in einen Bräter und gießen so viel Wasser auf, dass der Braten bedeckt ist.

Die Pasticada kochen

Nun lassen wir die Pasticada im geschlossenen Bräter oder einem großen Topf mit Deckel bei niedriger Hitze für etwa 3 Stunden schmoren. Die Flüssigkeit kocht nach und nach ein, sollte aber immer so viel vorhanden sein, dass ein Drittel des Bratens bedeckt sind.

Nach drei Stunden entnehmen wir den Braten und schneiden ihn in ca. 2 cm dicke Scheiben und schmoren ihn in der Sauce noch eine halbe Stunde weiter, wodurch er besonders zart wird.

Dalmatinische Pasticada wird traditionell mit Gnocchi oder mit Maccaroni oder Bandnudeln serviert. In Bezug auf die Zutaten und Zubereitungsmethode ähnelt die Pasticada dem deutschen Sauerbraten.

Ursprünglich stammt das Gericht noch aus der Zeit der Römer und wird in Kroatien / Dalmatien als traditionelles Festessen zu besonderen Anlässen zubereitet.

Rezeptvideo: Dalmatinische Pasticada auf YouTube

Ich habe zu dem Rezept auch ein Video gemacht, dass ihr euch gerne auf YouTube anschauen könnt.