Beef Jerky selber machen (Rezept)

Beef Jerky ist der Inbegriff des kohlenhydratarmen, proteinreichen Snacks. Schließlich besteht Beef Jerky nur aus gedörrtem Trockenfleisch, Salz und Gewürzen.

Nun, das stimmt nur bedingt, denn wenn man mal so eine Packung umdreht und sich mal die Inhaltsstoffe anliest, vergeht einem der Appetit:

Konservierungsstoffe, Zucker, künstliche Aromen, Gluten … – es gibt auch gute Beef Jerky Hersteller, da hat die Qualität aber auch ihren stolzen Preis.

Beef Jerky selber machen – so geht`s!

Und dennoch muss man auf den Genuss dieses herrlichen Rindfleischsnacks nicht verzichten! Leckeres Beef Jerky selber machen ist nämlich gar nicht so schwer.

Man braucht nur gutes Rindfleisch, Salz, Gewürze und einen Dörrautomaten, wobei man streng genommen nicht mal einen Dörrautomaten braucht, da ein ganz normaler Backofen im Grunde genommen eigentlich auch schon ausreicht.

Wer Beef Jerky selber machen möchte, hat zudem noch den Vorteil, dass er die vollkommene Kontrolle über die Zutaten hat. Das fängt beim Fleisch an. Je besser das Rindfleisch, desto besser das Ergebnis.

Ideal ist natürlich feines Rinderfilet aber dieses ist auch entsprechend teuer. Muss auch nicht sein, aus Rinderrouladen oder Tafelspitz eignet sich ebenfalls vorzüglich für Dorrfleisch.

Nur mageres Rindfleisch verwenden

Wichtig ist nur, dass es sich um frisches und relativ mageres Stück Rindfleisch handelt. Obwohl sich marmoriertes Fleisch auf dem Grill gut macht, würde das Trockenfleisch durch das Fett hinterher ranzig und unangenehm schmecken und den Geschmack praktisch ruinieren.

Mein Beef Jerky Rezept

Ich habe wirklich viel herumexperimentiert und die Erfahrung gemacht, dass bei der Trockenfleischherstellung weniger wirklich mehr ist. Klar, es gibt die tollsten Rubs & Marinaden doch das nachstehende Beef Jerky Rezept ist mein eindeutiger Favorit.

Wir brauchen:

  • 1 Kilo mageres Rindfleisch
  • 20 Gramm Salz
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • Tabasco
  • ein paar Salbeiblätter

Zunächst wird der Knoblauch geschält und fein gehackt, die Salbeiblätter in feine Streifen geschnitten und beides wird in eine Schale gegeben und mit kochend heißem Wasser (ca. 50 ml) übergossen. Anschließend wenden wir uns dem Fleisch zu.

Rindfleisch in dünne Streifen schneiden

Wer in den USA – dem Mutterland dieses gedörrten Trockenfleischsnacks – Beef Jerky selber machen will, schneidet das Fleisch in hauchdünne Streifen, die nicht dicker als 1/8 Zoll (also etwa 3 Millimeter) sein sollten.

Das ist selbst mit einem sehr scharfen Messer schwierig, doch es gibt einen einfachen Trick: Man legt das Fleisch vorher 45 Minuten lang in die Tiefkühltruhe. Leicht angefroren lässt es sich viel leichter und somit auch in dünnere Streifen schneiden.

Es versteht sich von selbst, dass man beim Schneiden ein scharfes Messer verwenden sollte. Doch bevor man das Fleisch in Scheibchen schneidet, entfernt man, sofern vorhanden, sämtliche Fettränder, Silberhäutchen, Sehnen etc.

Dann wird das Fleisch in möglichst dünne Scheiben geschnitten, wobei man immer quer gegen die Struktur bzw. Maserung schneidet. Würde man zur Maserung schneiden, wäre das Trockenfleisch sehr zäh. (Manch einer mag das sogar). Das Schneiden quer zur Maserung ergibt zarteres Fleisch.

Der Beef Jerky Rub

Nun kommt der Moment, an dem das Fleisch gewürzt wird. Man kann wahlweise eine Marinade oder einen trockenen Rub verwenden.

Die Würzmischung sollte auf jeden Fall nicht zu flüssig sein, da wir dem Fleisch ja Wasser entziehen möchten und mehr Flüssigkeit den Dörrvorgang noch weiter in die Länge ziehen würde.

Beim Würzen bzw. der Herstellung der Marinade kann jeder selbst entscheiden, was er verwenden möchte. Erlaubt ist im Prinzip so ziemlich alles was einem selber schmeckt.

Ich persönlich mag den Eigengeschmack des gedörrten Rindfleisches sehr und möchte diesen nicht übertünchen. Für mich ist Beef Jerky ideal, wenn man hinterher alle Zutaten noch herausschmecken kann und nichts davon geschmacklich überwiegt.

Ich habe viel ausprobiert und muss sagen, dass mir die Marinade aus Knoblauch, Salbei und Salz ab besten gefällt.

Den Knoblauch-Salbei-Sud gießt man durch ein Sieb und mariniert das Fleisch mit dem Sud und 20 Gramm Salz gut durch und lässt es für mindestens 4 Stunden im Kühlschrank ziehen. Je länger, desto besser.

Die Salzmenge nicht über-/unterschreiten

Ganz gleich, was für eine Marinade oder Rub man beim Beef Jerky selber machen verwendet, Salz ist immer dabei. Ganz wichtig ist es, dass man sich an den Richtwert von 20 Gramm Salz pro Kilogramm (Nettogewicht) Rindfleisch hält.

Wie bei Cevapcici wird durch die Fermentierung das Fleisch aromatisiert. Salz verleiht dem Beef Jerky Geschmack, unterstützt den Dörrprozess und macht das Fleisch haltbar. 20 Gramm sind ein guter Richtwert, den man einhalten sollte.

Das Rindfleisch dörren

Nachdem das Fleisch mindestens 24 Stunden im Kühlschrank durchgezogen ist, kann der Dörrprozess beginnen.

Das kann man zwar auch im Backofen machen aber ich finde das zu umständlich, zumal ein guter Dörrautomat auch nicht die Welt kostet und eine sinnvolle Anschaffung ist. Ein Dörrautomat zahlt sich schnell aus, vor allem dann, wenn man öfter mal Beef Jerky selber machen tut.

Ein Dörrautomat hat in der Regel mehrere Böden, die übereinander geschichtet werden können.

Von unten her wird warme Luft nach oben gewirbelt, wodurch dem Fleisch Feuchtigkeit entzogen wird. Ein Dörrvorgang dauert (in Abhängigkeit von der Konstistenz des Dörrguts) zwischen 8 – 12 Stunden.

Die ideale Temperatur für Beef Jerky liegt zwischen 40 – 50°. Diese sollte man nicht überschreiten, da das Fleisch ansonsten nicht mehr gedörrt, sondern gegart wird. Ich dörre immer bei 45° und erziele damit die besten Ergebnisse.

Die Rindfleischscheiben werden in den Einlegböden so platziert, dass man ihnen immer ein paar Millimeter Zwischenraum lässt, so dass sie nicht aneinanderkleben.

Nun startet man den Timer (8 Stunden sollte reichen), stellt die Temperatur auf 45° ein und startet den Dörrvorgang.

Zum Abschluss: Beef Jerky räuchern

Nach etwa 8 Stunden sollte das Rindfleisch fertig gedörrt sein. Die Fleischchips sollten sich trocken und fest anfühlen und falls nicht, verlängert man den Dörrvorgang einfach noch um 1-2 Stunden.

Ich persönlich mag Beef Jerky mit einem rauchigen Geschmack. Mit echtem kalten Rauch und nicht mit irgendwelchen Flüssig-Raucharomen, darum räuchere ich es noch für 8 Stunden bei unter 30 Grad im Räucherschrank, dann schmeckt es wirklich perfekt!

Rezeptvideo: Beef Jerky selber machen auf YouTube

Ich habe zu dem Rezept auch ein Video gemacht, dass ihr euch gerne auf YouTube anschauen könnt.

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